Region

North Carolina

137 Spezies

North Carolina ist ein an der Atlantikküste gelegener Bundesstaat im Osten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Lage und Ausdehnung

North Carolina liegt an der Südostküste der Vereinigten Staaten und grenzt an die Bundesstaaten South Carolina und Georgia im Süden, Tennessee im Westen und Virginia im Norden. Im Osten liegt der Atlantik. Die Nordgrenze des Staats verläuft auf dem Breitengrad von 36°35′10″ im Westen bis 36°32′27″ im Osten. Die Westgrenze verläuft entlang des Kamms des Appalachen-Gebirges. Der südlichste Punkt des Staates liegt bei 33°50′57″ nördlicher Breite; seine Nord-Süd-Ausdehnung misst 300,3 Kilometer, die West-Ost-Ausdehnung zwischen 75°27′15″ und 84°19′01″ westlicher Länge beträgt 807,4 Kilometer. Der Staat umfasst eine Fläche von 139.389 Quadratkilometern, wovon 125.919 Quadratkilometer Landfläche sind, und ist damit etwas größer als Griechenland.

Gewässer

Die Flusssysteme North Carolinas lassen sich im Wesentlichen in zwei Gruppen aufteilen. Die östliche Hauptwasserscheide Nordamerikas verläuft entlang des Kamms der Appalachen. Nur die Flüsse im äußersten Westen des Staates entwässern über den Mississippi zum Golf von Mexiko, die Flüsse, die an der Ostflanke des Gebirges entspringen, münden in den Atlantik. Letztere werden noch hinsichtlich ihrer Mündung unterteilt, die sich entweder auf dem Staatsgebiet North oder South Carolinas befindet. Die Trennung zwischen den Flusssystemen, die im Atlantik münden, wird durch eine Erhebung verursacht, die sich von den Ausläufern der Blue Ridge Mountains in südöstlicher Richtung fast bis zur Hafenstadt Wilmington entlang der Grenze zu Virginia zieht.

Der Catawba River und der Yadkin River fließen mit ihren Zuflüssen durch etwa 30 Countys des Staates. Sie ziehen sich wie ein Fächer durch das Land und entwässern einen großen Teil des Piedmont, bevor sie über die Grenze nach South Carolina fließen und dort die Küste erreichen. Chowan, Roanoke, Tar, Neuse und Cape Fear River münden in North Carolina und waren vor Erbauung der Eisenbahnrouten wichtige Handelswege. Nur einer der Flüsse fließt direkt ins Meer, die anderen fächern sich in der Küstenebene immer weiter auf und münden in den Sounds. Diese Lagunen und die dort mündenden Flüsse schaffen ein Netzwerk von Wasserwegen mit einer Länge von etwa 1800 Kilometern, das sich für die Dampf- und Segelschifffahrt eignet.

Die Ufer der Flüsse werden im Oberlauf von Auwäldern mit Pappeln, Weiden und Erlen, im flachen Unterlauf von Wäldern mit Sumpfzypressen gesäumt. In ihrem Verlauf von den Hochplateaus zu den Niederungen überwinden sie Höhenunterschiede von mehreren hundert Metern durch Stromschnellen und Wasserfälle. In der kolonialen Vergangenheit nutzten vielfach Baumwollmühlen und andere Betriebe wie Sägewerke dieses Gefälle und begünstigten damit den Aufstieg vieler Städte und Ortschaften. Die Sounds und die flacher verlaufenden Flüsse in der niedrig gelegenen Küstenebene bieten reiche Fischbestände und Kolonien von Wasservögeln.

In North Carolina finden sich überall kleinere natürliche Seen; durch die Eindämmung der Flüsse durch Energieversorgungsfirmen sind aber auch größere Stauseen und Reservoirs entstanden, die neben der Flutkontrolle und der Energiegewinnung auch als touristische Ziele, Naherholungsgebiete und Jagd- und Angelregionen dienen. Ein größeres Seengebiet entstand beispielsweise durch den Rückstau des Yadkin River an den Ausläufern der Uwharrie Mountains: die Uwharrie Lakes. Der größte dieser Seen ist der High Rock Lake. Der größte durch Menschenhand in North Carolina geschaffene See ist mit einer Fläche von 129 Quadratkilometern der Lake Norman, ein Stausee am Catawba River, an dessen Ufer der Lake Norman State Park entstanden ist.

Klima

Im größten Teil des Staates herrscht warmgemäßigtes Regenklima vor; ausgenommen sind die höher gelegenen Gebiete in den Appalachen, die zur Zone des vollfeuchten borealen Klimas gerechnet werden. Die Berge dienen oft als „Schild“ der Piedmont-Region, der niedrige Temperaturen und Stürme aus dem Mittleren Westen abhält. Die durchschnittliche Tagestemperatur in den meisten Gebieten des Staates liegt im Juli um 32 °C. Im Januar liegen die Temperaturen im Mittel bei 10 °C.

Die Küstenebene wird klimatisch vom Atlantischen Ozean beeinflusst, der im Winter für mildes und im Sommer für mäßig warmes Wetter sorgt. Die Tageshöchsttemperatur an der Küste liegt im Sommer bei 31 °C, während die Temperaturen im Winter selten unter 4 °C fallen. Die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur in den Wintermonaten liegt in der Küstenebene um 15 °C, Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind äußerst selten. In der Küstenebene fallen jährlich etwa zwei Zentimeter Schnee, viele Winter sind völlig schnee- und eisfrei. Im Piedmont hingegen sind die Sommer wärmer und die Winter kälter als in der Küstenregion. Die Tageshöchsttemperaturen liegen im Sommer durchschnittlich bei über 32 °C, steigen aber selten über 37 °C. Im Winter liegen die Tagestemperaturen im Mittel um 10 °C und fallen nachts oft unter den Gefrierpunkt. Die jährlichen Schneefälle betragen zwischen 7 und 20 Zentimeter. Das Winterwetter im Piedmont ist bekannt für Graupelschauer und Eisregen, der in manchen Stürmen so heftig ausfallen kann, dass Bäume und Stromleitungen unter der Last zusammenbrechen. Die jährlichen Niederschlagsmengen und die Luftfeuchtigkeit im Piedmont sind niedriger als an der Küste oder in den Bergen, jährlich werden etwa 1000 Liter pro Quadratmeter Niederschläge gemessen. Das kühlste Gebiet North Carolinas sind die Appalachen; dort steigt die Temperatur im Sommer selten über 26 °C. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen liegen im Winter zwischen −1 °C und 5 °C, oft sinken sie unter −9 °C. Es fällt zwischen 36 und 51 Zentimeter Schnee pro Jahr, in den höheren Region meist mehr.

Wegen der exponierten Lage an der Atlantikküste im äußersten Südosten wird North Carolina durchschnittlich einmal pro Jahrzehnt mit großer Wucht von einem Hurrikan getroffen, weitere tropische Stürme treffen den Staat etwa alle drei bis vier Jahre. In manchen Jahren kann North Carolina mehrmals von einem Hurrikan und weiteren tropischen Stürmen heimgesucht werden oder die Auswirkungen der Ausläufer dieser Stürme in der Küstenebene spüren. Nur die Bundesstaaten Florida, Texas und Louisiana werden häufiger von Hurrikans getroffen als North Carolina. Durchschnittlich werden an 50 Tagen pro Jahr Gewitter verzeichnet, einige davon so schwer, dass sie Hagel und Windböen von Orkanstärke verursachen. Obwohl die meisten Hurrikans Schäden in den Küstenregionen des Landes anrichten, können sie durchaus das Landesinnere erreichen und dort große Zerstörungen verursachen. Im Jahresdurchschnitt erlebt North Carolina weniger als 20 Tornados, die meisten werden durch Hurrikans oder tropische Stürme in der Küstenebene verursacht. Aus Gewitterstürmen entstehende Tornados kommen in den östlichen Teilen des Staates vor, während das westliche Piedmont oft durch die Berge vor solchen Stürmen geschützt wird. Ein weiteres Wetterphänomen namens Cold Air Damming, der Aufstau kalter Luftmassen, findet im Westen des Staates gelegentlich statt. Das kann die Stürme abschwächen, führt aber auch zu starkem Eisregen im Winter.

Fauna und Flora

Die Fauna und Flora des Staates bietet ein sehr vielfältiges Bild, das von dem sparsamen und flachwurzelnden Bewuchs der Küstenregion und den dort lebenden amerikanischen Alligatoren bis hin zu den von Bären und Weißwedelhirschen bewohnten Nadelwäldern in den Appalachen reicht. Dabei sind im Flachland die typischen Pflanzen und Tiere des Südostens vertreten, während in den höheren Lagen mehr nördlich verbreitete Arten vorkommen. Insgesamt etwa 300 Baumarten und -unterarten, sowie etwa 3000 verschiedene blühende Pflanzen wurden gezählt. Etliche der in North Carolina vorkommenden Pflanzen und Tierarten gelten als gefährdet, teilweise bezieht sich das auf das Vorkommen im Staat, aber auch landesweit gefährdete Arten haben ihren Lebensraum in North Carolina, beispielsweise verschiedene Walarten und die Blue-Ridge-Goldrute.

In der Küstenregion siedeln sich in den Salzwiesen und Marschen vor allem das Schlickgras Spartina patens und das Gras Distichlis spicata an, auf Küstendünen wächst das hohe Gras Uniola paniculata (sea oats). An Bäumen wachsen vor allem virginische Zedern und Kiefern, in den Schwarzwassersümpfen der Region finden aber auch Sumpfzypressen, Sumpf-Magnolien und Tupelobäume gute Wachstumsbedingungen. Weltweit ausschließlich in den Pocosin-Mooren um Wilmington ist die Venusfliegenfalle verbreitet. Neben verschiedenen Salz- und Süßwasserfischen leben auch Austern, Seeschildkröten und die geschützten amerikanischen Alligatoren in den Flüssen, Seen und an der Küste des Staates. Eine Besonderheit der Outer Banks sind die Bank Ponys, die halbverwildert auf der Inselkette leben.

Im Piedmont können die Bäume tiefer wurzeln, die Wälder werden von verschiedenen Eichen- und Hickory-Arten dominiert, früher auch von Amerikanischer Kastanie. Verschiedene Arten von Pappeln, Birken, Linden, Rosskastanien und Ahorn wachsen dort, dazu kommen beispielsweise der Carolina-Schierling und verschiedene Orchideenarten. Verbreitete Tierarten sind neben Waschbären und Eichhörnchen auch Opossums, einige von Aussterben bedrohte Fledermausarten und Biber. Die Flüsse und Seen werden von Barschen, Welsen und anderen Fischen besiedelt, außerdem gibt es eine Vielzahl verschiedener Wasservögel, vor allem Enten- und Gänsearten.

Zu den Bergen hin geht die Vegetation in Nadelwälder über, teilweise überschneiden sich hier die Lebensräume der Tiere mit dem Piedmont. Bereits ausgerottet sind Grauwölfe und Berglöwen, allerdings kommen Rotluchse in den Wäldern North Carolinas vor. Im Bereich der Great Smoky Mountains leben außerdem Schwarzbären, die inzwischen eine Touristenattraktion darstellen. Die erst im 19. Jahrhundert eingeführten Wildschweine treten verbreitet auf, genauso wie Weißwedelhirsche. In den klaren Flüssen der Berge leben Forellen und Barsche.

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North Carolina ist ein an der Atlantikküste gelegener Bundesstaat im Osten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Lage und Ausdehnung

North Carolina liegt an der Südostküste der Vereinigten Staaten und grenzt an die Bundesstaaten South Carolina und Georgia im Süden, Tennessee im Westen und Virginia im Norden. Im Osten liegt der Atlantik. Die Nordgrenze des Staats verläuft auf dem Breitengrad von 36°35′10″ im Westen bis 36°32′27″ im Osten. Die Westgrenze verläuft entlang des Kamms des Appalachen-Gebirges. Der südlichste Punkt des Staates liegt bei 33°50′57″ nördlicher Breite; seine Nord-Süd-Ausdehnung misst 300,3 Kilometer, die West-Ost-Ausdehnung zwischen 75°27′15″ und 84°19′01″ westlicher Länge beträgt 807,4 Kilometer. Der Staat umfasst eine Fläche von 139.389 Quadratkilometern, wovon 125.919 Quadratkilometer Landfläche sind, und ist damit etwas größer als Griechenland.

Gewässer

Die Flusssysteme North Carolinas lassen sich im Wesentlichen in zwei Gruppen aufteilen. Die östliche Hauptwasserscheide Nordamerikas verläuft entlang des Kamms der Appalachen. Nur die Flüsse im äußersten Westen des Staates entwässern über den Mississippi zum Golf von Mexiko, die Flüsse, die an der Ostflanke des Gebirges entspringen, münden in den Atlantik. Letztere werden noch hinsichtlich ihrer Mündung unterteilt, die sich entweder auf dem Staatsgebiet North oder South Carolinas befindet. Die Trennung zwischen den Flusssystemen, die im Atlantik münden, wird durch eine Erhebung verursacht, die sich von den Ausläufern der Blue Ridge Mountains in südöstlicher Richtung fast bis zur Hafenstadt Wilmington entlang der Grenze zu Virginia zieht.

Der Catawba River und der Yadkin River fließen mit ihren Zuflüssen durch etwa 30 Countys des Staates. Sie ziehen sich wie ein Fächer durch das Land und entwässern einen großen Teil des Piedmont, bevor sie über die Grenze nach South Carolina fließen und dort die Küste erreichen. Chowan, Roanoke, Tar, Neuse und Cape Fear River münden in North Carolina und waren vor Erbauung der Eisenbahnrouten wichtige Handelswege. Nur einer der Flüsse fließt direkt ins Meer, die anderen fächern sich in der Küstenebene immer weiter auf und münden in den Sounds. Diese Lagunen und die dort mündenden Flüsse schaffen ein Netzwerk von Wasserwegen mit einer Länge von etwa 1800 Kilometern, das sich für die Dampf- und Segelschifffahrt eignet.

Die Ufer der Flüsse werden im Oberlauf von Auwäldern mit Pappeln, Weiden und Erlen, im flachen Unterlauf von Wäldern mit Sumpfzypressen gesäumt. In ihrem Verlauf von den Hochplateaus zu den Niederungen überwinden sie Höhenunterschiede von mehreren hundert Metern durch Stromschnellen und Wasserfälle. In der kolonialen Vergangenheit nutzten vielfach Baumwollmühlen und andere Betriebe wie Sägewerke dieses Gefälle und begünstigten damit den Aufstieg vieler Städte und Ortschaften. Die Sounds und die flacher verlaufenden Flüsse in der niedrig gelegenen Küstenebene bieten reiche Fischbestände und Kolonien von Wasservögeln.

In North Carolina finden sich überall kleinere natürliche Seen; durch die Eindämmung der Flüsse durch Energieversorgungsfirmen sind aber auch größere Stauseen und Reservoirs entstanden, die neben der Flutkontrolle und der Energiegewinnung auch als touristische Ziele, Naherholungsgebiete und Jagd- und Angelregionen dienen. Ein größeres Seengebiet entstand beispielsweise durch den Rückstau des Yadkin River an den Ausläufern der Uwharrie Mountains: die Uwharrie Lakes. Der größte dieser Seen ist der High Rock Lake. Der größte durch Menschenhand in North Carolina geschaffene See ist mit einer Fläche von 129 Quadratkilometern der Lake Norman, ein Stausee am Catawba River, an dessen Ufer der Lake Norman State Park entstanden ist.

Klima

Im größten Teil des Staates herrscht warmgemäßigtes Regenklima vor; ausgenommen sind die höher gelegenen Gebiete in den Appalachen, die zur Zone des vollfeuchten borealen Klimas gerechnet werden. Die Berge dienen oft als „Schild“ der Piedmont-Region, der niedrige Temperaturen und Stürme aus dem Mittleren Westen abhält. Die durchschnittliche Tagestemperatur in den meisten Gebieten des Staates liegt im Juli um 32 °C. Im Januar liegen die Temperaturen im Mittel bei 10 °C.

Die Küstenebene wird klimatisch vom Atlantischen Ozean beeinflusst, der im Winter für mildes und im Sommer für mäßig warmes Wetter sorgt. Die Tageshöchsttemperatur an der Küste liegt im Sommer bei 31 °C, während die Temperaturen im Winter selten unter 4 °C fallen. Die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur in den Wintermonaten liegt in der Küstenebene um 15 °C, Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind äußerst selten. In der Küstenebene fallen jährlich etwa zwei Zentimeter Schnee, viele Winter sind völlig schnee- und eisfrei. Im Piedmont hingegen sind die Sommer wärmer und die Winter kälter als in der Küstenregion. Die Tageshöchsttemperaturen liegen im Sommer durchschnittlich bei über 32 °C, steigen aber selten über 37 °C. Im Winter liegen die Tagestemperaturen im Mittel um 10 °C und fallen nachts oft unter den Gefrierpunkt. Die jährlichen Schneefälle betragen zwischen 7 und 20 Zentimeter. Das Winterwetter im Piedmont ist bekannt für Graupelschauer und Eisregen, der in manchen Stürmen so heftig ausfallen kann, dass Bäume und Stromleitungen unter der Last zusammenbrechen. Die jährlichen Niederschlagsmengen und die Luftfeuchtigkeit im Piedmont sind niedriger als an der Küste oder in den Bergen, jährlich werden etwa 1000 Liter pro Quadratmeter Niederschläge gemessen. Das kühlste Gebiet North Carolinas sind die Appalachen; dort steigt die Temperatur im Sommer selten über 26 °C. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen liegen im Winter zwischen −1 °C und 5 °C, oft sinken sie unter −9 °C. Es fällt zwischen 36 und 51 Zentimeter Schnee pro Jahr, in den höheren Region meist mehr.

Wegen der exponierten Lage an der Atlantikküste im äußersten Südosten wird North Carolina durchschnittlich einmal pro Jahrzehnt mit großer Wucht von einem Hurrikan getroffen, weitere tropische Stürme treffen den Staat etwa alle drei bis vier Jahre. In manchen Jahren kann North Carolina mehrmals von einem Hurrikan und weiteren tropischen Stürmen heimgesucht werden oder die Auswirkungen der Ausläufer dieser Stürme in der Küstenebene spüren. Nur die Bundesstaaten Florida, Texas und Louisiana werden häufiger von Hurrikans getroffen als North Carolina. Durchschnittlich werden an 50 Tagen pro Jahr Gewitter verzeichnet, einige davon so schwer, dass sie Hagel und Windböen von Orkanstärke verursachen. Obwohl die meisten Hurrikans Schäden in den Küstenregionen des Landes anrichten, können sie durchaus das Landesinnere erreichen und dort große Zerstörungen verursachen. Im Jahresdurchschnitt erlebt North Carolina weniger als 20 Tornados, die meisten werden durch Hurrikans oder tropische Stürme in der Küstenebene verursacht. Aus Gewitterstürmen entstehende Tornados kommen in den östlichen Teilen des Staates vor, während das westliche Piedmont oft durch die Berge vor solchen Stürmen geschützt wird. Ein weiteres Wetterphänomen namens Cold Air Damming, der Aufstau kalter Luftmassen, findet im Westen des Staates gelegentlich statt. Das kann die Stürme abschwächen, führt aber auch zu starkem Eisregen im Winter.

Fauna und Flora

Die Fauna und Flora des Staates bietet ein sehr vielfältiges Bild, das von dem sparsamen und flachwurzelnden Bewuchs der Küstenregion und den dort lebenden amerikanischen Alligatoren bis hin zu den von Bären und Weißwedelhirschen bewohnten Nadelwäldern in den Appalachen reicht. Dabei sind im Flachland die typischen Pflanzen und Tiere des Südostens vertreten, während in den höheren Lagen mehr nördlich verbreitete Arten vorkommen. Insgesamt etwa 300 Baumarten und -unterarten, sowie etwa 3000 verschiedene blühende Pflanzen wurden gezählt. Etliche der in North Carolina vorkommenden Pflanzen und Tierarten gelten als gefährdet, teilweise bezieht sich das auf das Vorkommen im Staat, aber auch landesweit gefährdete Arten haben ihren Lebensraum in North Carolina, beispielsweise verschiedene Walarten und die Blue-Ridge-Goldrute.

In der Küstenregion siedeln sich in den Salzwiesen und Marschen vor allem das Schlickgras Spartina patens und das Gras Distichlis spicata an, auf Küstendünen wächst das hohe Gras Uniola paniculata (sea oats). An Bäumen wachsen vor allem virginische Zedern und Kiefern, in den Schwarzwassersümpfen der Region finden aber auch Sumpfzypressen, Sumpf-Magnolien und Tupelobäume gute Wachstumsbedingungen. Weltweit ausschließlich in den Pocosin-Mooren um Wilmington ist die Venusfliegenfalle verbreitet. Neben verschiedenen Salz- und Süßwasserfischen leben auch Austern, Seeschildkröten und die geschützten amerikanischen Alligatoren in den Flüssen, Seen und an der Küste des Staates. Eine Besonderheit der Outer Banks sind die Bank Ponys, die halbverwildert auf der Inselkette leben.

Im Piedmont können die Bäume tiefer wurzeln, die Wälder werden von verschiedenen Eichen- und Hickory-Arten dominiert, früher auch von Amerikanischer Kastanie. Verschiedene Arten von Pappeln, Birken, Linden, Rosskastanien und Ahorn wachsen dort, dazu kommen beispielsweise der Carolina-Schierling und verschiedene Orchideenarten. Verbreitete Tierarten sind neben Waschbären und Eichhörnchen auch Opossums, einige von Aussterben bedrohte Fledermausarten und Biber. Die Flüsse und Seen werden von Barschen, Welsen und anderen Fischen besiedelt, außerdem gibt es eine Vielzahl verschiedener Wasservögel, vor allem Enten- und Gänsearten.

Zu den Bergen hin geht die Vegetation in Nadelwälder über, teilweise überschneiden sich hier die Lebensräume der Tiere mit dem Piedmont. Bereits ausgerottet sind Grauwölfe und Berglöwen, allerdings kommen Rotluchse in den Wäldern North Carolinas vor. Im Bereich der Great Smoky Mountains leben außerdem Schwarzbären, die inzwischen eine Touristenattraktion darstellen. Die erst im 19. Jahrhundert eingeführten Wildschweine treten verbreitet auf, genauso wie Weißwedelhirsche. In den klaren Flüssen der Berge leben Forellen und Barsche.

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